KOLUMNE
Ohne Kulturpass kein Kulturspaß?
In seiner Kolumne hinterfragt Levend Seyhan die Abschaffung des Kulturpasses und zeigt, dass die Kritik daran zwar verständlich, aber nicht immer fachlich gerechtfertigt ist. Er stellt die Frage, warum das Instrument plötzlich verfassungsrechtlich problematisch sein soll, obwohl der Bund gleichzeitig viele andere kulturpolitische Maßnahmen verantwortet. Statt das Ende des Kulturpasses nur zu beklagen, fordert Seyhan einen kreativen Blick auf kommunale und landesweite Alternativen, die kulturelle Bildung sogar nachhaltiger verankern könnten. Dabei verweist er auf erfolgreiche Beispiele wie das Netzwerk STADTKULTUR Bayern, das seit Jahrzehnten zeigt, wie Kooperation vor Ort neue Kulturzugänge schafft. Seine Kolumne ist ein Plädoyer dafür, kulturelle Teilhabe nicht zentral abzuschaffen, sondern dezentral zu verstärken – und die kulturpolitische Chance hinter dem vermeintlichen Verlust zu erkennen.

